1. Fertigstellung neuer Wohneinheiten

    Nach Auflösung der Fallschirmjägerbataillione der Bundeswehr in der Winkelmann-Kaserne beschließt die Gesellschaft, einige Bauten zu erwerben. Der Umbau dieser Kasernenbauten stellt ein weiteres Mal große Anforderungen in Zusammenarbeit mit den Architekten an das Unternehmen. Ein letztes Mal sollte ein mit dem Zweiten Weltkrieg in Verbindung stehendes Objekt einer friedlichen, zeitgemäßen Bestimmung zugeführt werden. So entstanden an der heutigen Aloys-Rüberg-Straße insgesamt 83 Wohnungen. Wiederum für Aufsehen sorgten hier zum einen der gelungene Umbau der Kaserne als solche und zum anderen die in der heutigen Bauweise eher ungewöhnlich klassischen Elemente der großzügigen Balkongestaltung.
    Die IGW baute am Dördel 8 Mietreihenhäuser, die aufgrund der großen Nachfrage alle schnell vermietet werden konnten.

  2. Fertigstellung neuer Wohneinheiten

    Fertigstellung von 18 Wohneinheiten in der Hochstraße und 27 Wohneinheiten in der Kluse/Treppenstraße.

  3. 31 Wohneinheiten zum 100sten Geburtstag

    Im 100sten Jubiläumsjahr der Gesellschaft konnten an der Treppen-/Rahmenstraße 31 Wohneinheiten fertig gestellt werden. Am 28. Dezember 1991 begeht die Gesellschaft ihr 100 jähriges Bestehen.

  4. 75 Jahre IGW

    Die Gesellschaft begeht ihr 75-jähriges Bestehen und kann nun auf einen Wohnungsbestand von 2.009 Wohnungen blicken.

  5. Neubau auf dem ehemaligen Kissing-Grundstück

    Wegen fehlender öffentlicher Mittel müssen geplante Bauvorhaben immer wieder verschoben werden. Dennoch kann die Gesellschaft bis Mitte der 80er Jahre 510 Mietwohnungen fertig stellen. Viele der Wohnungen mit unterschiedlichen Standards entstanden in Neubaugebieten: Gerlingser Platz, Schulstraße, Zur Sonnenhöhe, An der Schlacht, Niddastraße, Hombrucher Weg, Westfalenstraße und Am Erbenberg.

  6. Erwerb des Villengrundstücks Friedrichstraße

    Erwerb des Villengrundstücks Wilke an der Friedrichstraße für die Erstellung von Eigentumswohnungen. Es entsteht eine Wohnanlage mit 42 Wohneinheiten.

  7. Neuer Standort der IGW

    Am 01. November des Jahres bezieht die Gesellschaft die Geschäftsräume an der Nordstraße 21.

  8. Erstellung neuer Wohneinheiten

    Erstellung von Wohneinheiten Piepenstock-, Hasenkamp-, Hindenburg-, Helmholtzstraße, Tannenweg und Thomees Kamp. Bis zum Frühjahr des Jahres 1953 hatte sich der Bestand an selbst geschaffenen Wohnungen um 325 vermehrt. Trotz gewisser Liquiditätsanspannungen, die in der wechselvollen Geschichte der Gesellschaft immer mal wieder auftauchten, hat das Unternehmen in den 50er Jahren schier Unmögliches geleistet. Sogar die Gesellschafter verzichteten von 1954 – 1955 auf die Verteilung der Dividende. Die Kapazität der Gesellschaft wurde bis zum letzten ausgeschöpft: Obwohl noch viele Familien in Massenquartieren untergebracht sind, werden der Stadt Iserlohn laufend weitere Flüchtlingsfamilien aus überbelegten Bundesländern zugewiesen. Die Wohnungserstellung kann hiermit nicht Schritt halten. Um diese Not wirksam zu lindern, engagiert sich die Gesellschaft stark an Sonderbauprogrammen. Die Schnelligkeit der Erstellung von Wohnraum und die Preisgestaltung steht hier im Vordergrund. Doch auch der Bau von zum Verkauf geeigneter Häuser wird nicht vernachlässigt. Es entstehen Eigenheimsiedlungen am Tannenweg, Thomees Kamp, Pestalozzi- und Klopstockstraße. Insbesondere Erich von Hagen plädiert in der Gesellschafterversammlung vom 26. Mai 1953 dafür, Eigentumswohnungen nach Maßgabe des im Frühjahr 1951 erlassenen Gesetzes über das Wohnungseigentum und Dauerwohnrecht zu erstellen. So werden an der Klopstockstraße Häuser zu diesem Zwecke errichtet. Die Beziehungen der Wohnungseigentümer zur Gesellschaft sowie das Miteinander unter den Wohnungseigentümern tragen dazu bei, den Geschäftszweig weiter zu entwickeln.

  9. IGW forciert Instandhaltung

    Nach der Währungsreform am 21. Juni 1948 beginnt sich die Wirtschaft erstaunlich schnell zu regenerieren. Mietzahlungen erfolgen nun wieder regelmäßiger und die IGW kann verstärkt auf ihrem Gebiet tätig werden. Provisorisch geheilte Kriegsschäden werden nun beseitigt und die ordentliche Instandhaltung wie auch die Neubautätigkeit forciert.

  10. Erhöhung des Stammkapitals

    Das Stammkapital wird auf 1.500.000 Reichsmark erhöht. Der Anteil der Stadt Iserlohn beträgt nun 84,2 %.

  11. Nach Kriegsende

    Nach Kriegsende wird festgestellt, dass neben den zerstörten oder beschädigten Gebäuden der Schaden durch unterbliebene Instandhaltung ebenso groß war. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung beteiligt sich die IGW am Wiederaufbau und damit an der Schaffung von Wohnraum. Auf diese Weise kommt es zu 2 Bauprojekten: Ausbau der ehemaligen Nadelfabrik Wunderlich & Baukloh sowie der ehemaligen städtischen Schweinemastanstalt in der Iserlohner Heide mit insgesamt 41 Wohnungen. Weiterhin werden die Häuser Treppenstr. 2 – 6 um- bzw. ausgebaut sowie 12 Siedlerhäuser am Tannenweg für Ostvertriebene erstellt.

  12. Im Krieg ist keine Instandhaltung möglich

    In den Kriegsjahren ist keine ordentliche Instandhaltung mehr möglich. Vornehmlich werden daher die Luftschutzräume verstärkt und ihre Ausstattung verbessert.

  13. Namensänderung

    In der Gesellschafterversammlung vom 29. April wird der Name der Baugesellschaft in Iserlohner gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH geändert.

  14. Erhöhung des Kapitals

    Die Gesellschafterversammlung beschließt, das Kapital von mittlerweile 500.000 Reichsmark auf 1.450.000 Reichsmark zu erhöhen und bringt 69 Häuser mit 303 Wohnungen in die Gesellschaft ein. Nun beträgt der eigene Wohnungsbestand 857 Wohnungen.
    Die Beteiligung der Gesellschaft zeigte nun folgende Gliederung:
    Industrie 108.250 RM
    Handwerk 4.000 RM
    Handel 25.700 RM
    Private 37.400 RM
    Stadt Iserlohn 1.263.900 RM
    Eigene Anteile 10.750 RM

  15. Verwaltung des städtischen Hausbesitzes durch Baugesellschaft

    Der Aufsichtsrat stimmt der Idee zu, den städtischen Hausbesitz, bis auf einige Ausnahmen, durch die Baugesellschaft verwalten zu lassen und später, sobald die Erfordernisse getroffen seien, in das Eigentum der Gesellschaft zu überführen.

  16. Weitere Wohnungen kommen hinzu

    Weitere Wohnungen kommen in der Feldstraße/Meisenweg, Hövelstraße und Schmiedestraße hinzu.

  17. Bebauung weiterer Grundstücke

    Grundstücke an der Woestestraße sowie am Obergrüner Kommunalweg und am Brandkopf werden bebaut.

  18. Wirtschaftliche Entspannung

    Die wirtschaftliche Lage entspannt sich. Jedoch gelingt es noch nicht, auch auf Grund der geringen Eigenkapitaldecke, die Bautätigkeit wieder in Schwung zu bringen. Große Bemühungen der Gesellschaft, die heimische Wirtschaft stärker als bisher zu interessieren, sind von mäßigem Erfolg gekrönt. Trotzdem wagt die Gesellschaft die Bautätigkeit wieder aufzunehmen. Es werden Wohnungen am Dröscheder Weg und Bömbergring errichtet.

  19. Erstmaliger Bau von Mietwohnungen

    Erstmalige Beteiligung der Stadt Iserlohn an der Gesellschaft mit einem Stammanteil von 20.000 Reichsmark; dieser Betrag wurde mit überlassenen Baugrundstücken verrechnet. Die katastrophale wirtschaftliche Lage in den frühen 30er Jahren wirkte sich auf die Wohnungswirtschaft und den Bau von Wohnungen aus, die wiederum brach liegen musste. Vielmehr musste Mühe und Arbeit darauf verwendet werden, die Mieten herein zu holen. Denn die Rückstände wuchsen beängstigend, da 90 % der Mieter aus gewerblichen Angestellten oder Arbeitern bestanden, welche die Not in diesen Jahren besonders zu spüren bekamen.

  20. Erstmaliger Bau von Mietwohnungen

    Die Wiederaufnahme der Bautätigkeit nach dem Ersten Weltkrieg beginnt mit dem erstmaligen Bau von Mietwohnungen, und zwar an der Galmeistraße, Hövelstraße und Piepenstockstraße. Hier zeigt sich, dass die Gesellschaft nun nicht mehr ehrenamtlich, (durch Herrn Adalbert Sudhaus) geführt werden kann. Am 21. Juli 1924 wird Herr Dr. Otto Clewing zum ersten Geschäftsführer der Gesellschaft gewählt.

    Die folgenden Jahre der Gesellschaft sind geprägt von Beteiligung an den von der Stadt aufgestellten Programmen im sozialen Wohnungsbau. Die Leistungen werden in der Öffentlichkeit anerkannt und mit Stolz darauf verwiesen, dass sich die Iserlohner gemeinnützige Baugesellschaft für den Wohnungsbau in der Stadt als ein ebenso zweckmäßiges wie brauchbares Instrument erwiesen habe und dass sie das Vertrauen rechtfertigte, das ihr von allen Seiten von Anfang an entgegengebracht worden sei. Die praktische und wirkungsvolle Bauweise auch um hässliche Baulücken zu schließen und die Bereicherung des Iserlohner Stadtbildes wird in den Medien besonders hervorgehoben, so im "Iserlohner Kreisanzeiger" vom 28. April 1926.

  21. Einstellung der Bautätigkeit

    Einstellung der Bautätigkeit wegen der allgemeinen schlechten Wirtschaftslage und Ausbruch des Krieges. Bereits im Jahre 1920 gibt die Stadtverwaltung zu erkennen, dass sie an der Wiederaufnahme der Bautätigkeit durch die Iserlohner gemeinnützige Baugesellschaft interessiert ist. Doch die in den folgenden Jahren fortschreitende Geldentwertung lähmt die Baugesellschaft. Der Währungsverfall geht mit Vermögensverfall einher.

  22. Die IGW wird GmbH

    Beschluss der Generalversammlung am 29. Mai 1895 "…die gegenwärtige Aktiengesellschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umzuwandeln, und zwar unter Übernahme der Activa und Passiva vom 01. Januar 1895 anfangend". Die Gründe für die Umwandlung sind nicht mehr nachvollziehbar, vermutlich waren sie steuerlicher Art.

  23. Bautätigkeit an der Mendener Chaussee

    Bautätigkeit an der Mendener Chaussee,Bonstedtstraße bis Pütterstraße und der Westiger Chaussee, Bergwerkstraße-, Hövelstraße-, Elisabethstraße und 1911 am Schleddenhofer Weg.

  24. Gründung der IGW

    Bildung eines Consortiums zur probeweisen Durchführung des Baus von Arbeiterwohnungen. Zum geschäftsführenden Ausschuß gehörten die Herren Otto Auer, Adalbert Sudhaus und Theodor Quincke. Diese erfolgte durch den Erwerb und der Bebauung von drei zusammenhängenden Grundstücken an der „Mendener Chausse“. Die positiven Erfahrungen und der Erfolg der Vermarktung führten am

    28. Dezember 1891

    zur Umwandlung des Consortiums in die "Iserlohner gemeinnützige Baugesellschaft" als Aktiengesellschaft.

    Das Gründungskapital betrug insgesamt 65.000 Mark und teilte sich auf in 130 Aktien zu je 500 Mark.

    Kissing & Möllmann 30 Aktien
    F. H. Herbers 20 Aktien
    A. Schmöle 6 Aktien
    C. Weydekamp 10 Aktien
    R. Huyssen & Co. 10 Aktien
    H. Sudhaus S. 8 Aktien
    J. Gallhoff 4 Aktien
    A. Rueter 4 Aktien
    I. C. Lürmann 4 Aktien
    H. Th. Quincke 6 Aktien
    O. Siebrecht 2 Aktien
    W. Bleckmann 2 Aktien
    G. Groos 2 Aktien
    L. W. Herbers 6 Aktien
    Dr. E. Muensterberg 5 Aktien
    O. Leppin 2 Aktien
    Gräfinghoff & Kirchhoff 4 Aktien
    I. H. Schmidt, Söhne 5 Aktien

    In den Vorstand wurden die Herren Auer, Dr. Muensterberg, Groos, Quincke und Sudhaus gewählt.

    Der Aufsichtsrat setzte sich wie folgt zusammen. Herbers, Schmöle, Nörrenberg, Weydekamp und Basse.Die Vorsitzenden waren die Herren Herbers und sein Stellvertreter Schmöle.

    Über den Zweck der Gesellschaft heißt es in § 2 des Statuts: "Zweck der Gesellschaft ist die Beschaffung gesunder Wohnungen in Iserlohn, zu dessen Erreichung die Gesellschaft die Erwerbung von Grundstücken, Erbauung neuer oder Ankauf vorhandener Häuser, sowie den Verkauf oder die Vermietung dieser Immobilien vornimmt".

  25. Erstes Scheitern

    Erneuter Anlauf durch den Versuch, ein gemeinnütziges Wohnungsunternehmen in der Rechtsform einer "Arbeiter-Genossenschaft" zu gründen. Mit monatlichen, regelmäßigen Spareinlagen wollte man versuchen einen Fond zu gründen um den Bau von Arbeiter-Wohnungen zu finanzieren. Auf Grund der besonders unruhigen Zeiten scheiterte das Bemühen.

  26. Erste Anläufe

    Weitere Bemühungen - öffentliche Einladung des Iserlohner Magistrats mit der Absicht, eine Gesellschaft mit einem Aktienkapital von 50.000 Thalern zu gründen; Name: Iserlohner gemeinnützige Baugesellschaft für Arbeiterwohnungen. Schwierige Grundstücksbeschaffung - ohne Ergebnis.

  27. Die Anfänge

    Iserlohner Fabrikanten und Kaufleute unternehmen zusammen mit dem Magistrat der Stadt Iserlohn auf Grund positiv durchgeführter Maßnahmen in anderen Städten erste Versuche zur Gründung eines gemeinnützigen Wohnungsunternehmens in Iserlohn - ohne Ergebnis.