Quartiersentwicklung Südengraben / Am Zeughaus

 

Der Standort – geprägt durch die Straßenräume des Südengrabens und Am Zeughaus – ist durch seine zentrale Lage in unmittelbarer Nähe zur Iserlohner Innenstadt charakterisiert. Zugleich kann das Quartier als Wiege Iserlohns bezeichnet werden, da von der unmittelbar angrenzenden Bauernkirche St. Pankratius (ca. 950 n. Chr.) mit dem heutigen Fritz-Kühn-Platz und dem historischen Friedhof nachweislich die ersten Siedlungsentwicklungen Iserlohns ausgegangen sind.

Durch die historisch vorgeprägte Situation ist das Quartier durch eine Vielzahl kleiner Grundstücke mit geringem Freiflächenanteil und nur wenigen Stellplätzen geprägt. Die Sozialstruktur wird durch einen hohen Anteil an Personen mit Migrationshintergrund und durch finanzschwächere Haushalte bestimmt. Aufgrund eines geringen Mietenniveaus und den gleichzeitig spezifischen Anforderungen an den Erhalt historischer Bausubstanz – vorwiegend Fachwerkgebäude 1750 – 1850 – sind im Laufe der letzten Jahrzehnte von vielen betroffenen Eigentümern keine angemessenen Bauunterhaltungsmaßnahmen durchgeführt worden, sodass heute ein z. T. ruinöser Zustand der Gebäude festgestellt werden muss. Einige Gebäudeteile sind bereits untergegangen, ohne dass der Denkmalschutz dies verhindern konnte.

REVITALISIERUNGSSTRATEGIE

Nachdem die Stadt Iserlohn bereits im Jahr 2013 wegen Eigentumsaufgabe gezwungen war, im Zuge der Gefahrenabwehr ein Wohngebäude im Südengraben zu übernehmen und abzureißen, ist die IGW in der Folge im Jahr 2014 mit der Erarbeitung und Umsetzung einer Revitalisierungsstrategie beauftragt worden. Die IGW – die bis zu diesem Zeitpunkt nur in benachbarter Lage (ca. 200 m-Entfernung) eigene Objekte besaß – hat deshalb zur Realisierung eines flächenhaften Revitalisierungsansatzes im Jahr 2014 11 Bestandsimmobilien (z. T. bereits eingestürzte Bausubstanz), die dazu gehörenden Freiflächen und drei weitere Brachflächen im Baublock erworben, um sie sukzessive einer Neuentwicklung zuzuführen.

Grundausrichtung der Revitalisierung ist dabei, möglichst viel der historischen Bausubstanz zu erhalten und sie einer angemessenen Nachfolgenutzung – vorzugsweise Wohnnutzungen – zuzuführen. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Entwicklung einiger Immobilien, die von besonderer städtebaulicher, historischer und stadtgesellschaftlicher Bedeutung sind und unter Denkmalschutz stehen. Neben der Sanierung erhaltenswerter Immobilien werden in späteren Jahren des Revitalisierungsprozesses Ergänzungsbauten die bauliche Entwicklung des Quartiers abrunden. Durch den Abriss abgängiger (Neben-)Gebäude wird neuer Raum für ruhige, innenliegende Grünbereiche für die Mieterinnen und Mieter geschaffen.

 

Am Bilstein 17 / Südengraben 4

DER "BÜRGERRAUM" ALS TREFFPUNKT IM QUARTIER

Durch umfassende Sanierungs- und Entkernungsarbeiten ist es gelungen, im Untergeschoss "Am Bilstein 17" ein neues Domizil für den Bürgerverein Iserlohner Südstadt e. V. (eine Maßnahme aus dem Programm Soziale Stadt) zu schaffen. Direkt vor der Haustür am Fritz-Kühn-Platz hat die IGW dem Bürgerverein Flächen für die "Südstadtgärten", einem Bürgergartenprojekt, zur Verfügung gestellt.

SUKZESSIVE AUFWERTUNG DES GEBÄUDES

Der Bürgerraum im Untergeschoss war ein erster Baustein zur weiteren Aufwertung des gesamten Gebäudes. Nach und nach sollen im Jahr 2017 die Fassade einen neuen Anstrich erhalten, das Treppenhaus und weitere Wohnungen saniert werden.

 

Am Zeughaus 14-14a / Südengraben 12a

WEGEN EINSTURZGEFAHR ABGERISSEN

Die drei Fachwerkgebäude Am Zeughaus 14/14a und Südengraben 12a sind historisch aneinander gebaut. Das Fachwerkgebäude Südengraben 12a ließ sich jedoch aufgrund massiver Baufälligkeit nicht erhalten. Auch die Denkmalbehörde sah aufgrund der aktuellen Gefährdungslage eines Einsturzes keine Möglichkeit, das Gebäude adäquat zu erhalten. Mehrere Gutachter kamen jeweils zum gleichen Ergebnis des konstruktiven und wirtschaftlichen Totalschadens.

Aus diesen Gründen wurde das Gebäude im Sommer 2015 zurückgebaut.

SANIERUNG DES DENKMALGESCHÜTZTEN GEBÄUDES AM ZEUGHAUS 14

Die IGW möchte aber keinesfalls dafür stehen, alte Bausubstanz nicht zu schätzen zu wissen. Das viel stärker das Stadtbild prägende Gebäude Am Zeughaus 14 und 14a soll trotz der massiven Schäden kernsaniert werden. Aufgrund der damit verbundenen sehr hohen Kosten hat die IGW Ende 2016 zusammen mit der Stadt Iserlohn Fördermittel beim Land Nordrhein-Westfalen (Städtebauförderung) beantragt. Ende 2017 liegt der Förderbescheid nun vor, sodass die Planung konkretisiert und mit der Umsetzung begonnen werden kann.

 

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LAGE
Das Objekt Am Zeughaus 14/14a findet sich nur einen Steinwurf von der Iserlohner Fußgängerzone entfernt und ist somit in ca. 2 Minuten vom Alten Rathausplatz erreichbar. Direkt am Fritz-Kühn-Platz gelegen, bietet sich die Möglichkeit für eine Außenterrasse mit Blick auf die innerstädtische Grünanlage. Nach der Umgestaltung mit neuen Wegen, Bepflanzung, einem Wasserlauf und Kinderspielmöglichkeiten wird der Innenstadtpark rund um die Bauernkirche und das Stadtmuseum Anwohner und Stadtbesucher anziehen.
Stellplätze finden sich zum einen auf dem Grundstück selbst sowie in direkter Nähe im demnächst sanierten „Parkhaus Altstadt“.

HISTORISCHES AMBIENTE
Wenn Sie den besonderen Charme historischer Gebäude lieben, dann kommt Ihnen dieses denkmalgeschützte Fachwerkhaus in der Iserlohner Innenstadt mit Sicherheit entgegen.
Vermutlich Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden, wird das Gebäude nun kernsaniert und durch einen zusätzlichen Anbau ergänzt. Wie ein Neubau im alten Gewand entspricht das Gebäude dann dem neuesten Stand der Technik und auch gestalterisch den modernen Anforderungen.

MITGESTALTEN
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In einem Exposé haben wir für Sie die wichtigsten Informationen zusammengefasst. Dies können Sie hier als pdf-Dokument herunterladen.

 

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Julia Anneke Kunz

Dipl.-Ing. Julia Anneke Kunz

Prokuristin | Leitung Bereich Bestands- und Stadtentwicklung
E-Mail: kunz@igw-wohnen.de
Telefon: 02371 793-144


Rolf Jöstingmeier

Rolf Jöstingmeier

Teamleitung Vermietung
E-Mail: joestingmeier@igw-wohnen.de
Telefon: 02371 793-129


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