Quartiersentwicklung Südengraben / Am Zeughaus

Historischer Standort wird neu belebt

Die Quartiersentwicklung im Bereich zwischen Südengraben und Am Zeughaus erfolgt sukzessiv in mehreren Bausteinen. Hierzu zählen die Sanierung historischer Bestandsgebäude, der ergänzende Neubau teilweise als Ersatz nicht mehr sanierbarer Bausubstanz und die Aufwertung des Freiraums im Blockinnenbereich.

Aktuell arbeiten wir an der Sanierung des denkmalgeschützten Fachwerkgebäudes Am Zeughaus 14 und dem Ersatzneubau Südengraben 12a. Hier finden Sie den Link zu unserem BAUTAGEBUCH.

 

Baustein Sanierung Am Bilstein 17 / Südengraben 4

Durch umfassende Sanierungs- und Entkernungsarbeiten ist es gelungen, im Untergeschoss "Am Bilstein 17" ein neues Domizil für den Bürgerverein Iserlohner Südstadt e. V. (eine Maßnahme aus dem Programm Soziale Stadt) zu schaffen. Der "Bürgerraum" steht Vereinen und Bürgern offen und es finden verschiedene Veranstaltungen im Rahmen der Quartiersarbeit der IGW statt. Hier finden Sie weitere Informationen.

Der Bürgerraum im Untergeschoss war ein erster Baustein zur weiteren Aufwertung des gesamten Gebäudes. Nach und nach werden weitere Sanierungen ab Gebäude erfolgen. 2018 hat die Fassade einen neuen Anstrich erhalten, die Treppenhäuser und Keller wurden überarbeitet. Ab 2019 werden die Wohnungen saniert und eine Dachterrasse angebaut.

 

Baustein Am Zeughaus 14-14a / Südengraben 12a

Das Stadtbild prägende Gebäude Am Zeughaus 14 soll trotz der massiven Schäden kernsaniert werden. Aufgrund der damit verbundenen sehr hohen Kosten hat die IGW Ende 2016 zusammen mit der Stadt Iserlohn Fördermittel beim Land Nordrhein-Westfalen (Städtebauförderung) beantragt. 2018 stand dann im Zeichen der Planung mit Architekt und Fachplanern und Abstimmung mit den zukünftigen Nutzern des Gebäudes.

AWO WIRD ZUKÜNFTIG DAS CAFÉ-BISTRO BETREIBEN

Das was sich viele Iserlohner in der südlichen Innenstadt seit Jahren wünschen, rückt nun in greifbare Nähe: In das historische Gebäude Am Zeughaus 14 soll im Sommer 2020 ein Café-Bistro seine Türen öffnen. Direkt am Fritz-Kühn-Platz gelegen und mit einladender Außenterrasse ausgestattet, soll diese zum neuen Anziehungspunkt in der südlichen Innenstadt werden.

Nach intensiver Suche hat die IGW-Iserlohner Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH nun einen starken Partner gefunden, der das alte Fachwerkhaus mit neuem Leben füllen will. Nach unzähligen Gesprächen mit Interessenten im letzten Jahr hat nun schlussendlich das Konzept der AWO Unterbezirk Hagen-Märkischer Kreis in Kooperation mit weiteren Partnern die Nase vorn. Dieses verbindet das Angebot einer Tagesgastronomie mit Qualifizierungsmaßnahmen Langzeitarbeitsloser. „Wir möchten den Menschen eine Perspektive eröffnen, sich am Ersten Arbeitsmarkt zu beweisen", so Birgit Buchholz, Geschäftsführerin der AWO im Unterbezirk Hagen-Märkischer Kreis „dabei werden sie von professionellen Gastronomiefachleuten und Sozialpädagogen unterstützt“.

Dabei soll das Café durch sein vielfältiges Angebot ein Treffpunkt für Jung und Alt, für Besucher der Innenstadt und des Spielplatzes, für Bewohner aus dem Stadtteil oder den Happen in der Mittagspause werden. Auch kulturelle Veranstaltungen sollen in das Konzept einbezogen werden.

2019 kann es nun endlich richtig losgehen - Hier finden Sie  unser Bautagebuch, durch das Sie den Baufortschritt nachvollziehen können.

 

Das Quartier

Der Standort – geprägt durch die Straßenräume des Südengrabens und Am Zeughaus – ist durch seine zentrale Lage in unmittelbarer Nähe zur Iserlohner Innenstadt charakterisiert. Zugleich kann das Quartier als Wiege Iserlohns bezeichnet werden, da von der unmittelbar angrenzenden Bauernkirche St. Pankratius (ca. 950 n. Chr.) mit dem heutigen Fritz-Kühn-Platz und dem historischen Friedhof nachweislich die ersten Siedlungsentwicklungen Iserlohns ausgegangen sind.

Durch die historisch vorgeprägte Situation ist das Quartier durch eine Vielzahl kleiner Grundstücke mit geringem Freiflächenanteil und nur wenigen Stellplätzen geprägt. Die Sozialstruktur wird durch einen hohen Anteil an Personen mit Migrationshintergrund und durch finanzschwächere Haushalte bestimmt. Aufgrund eines geringen Mietenniveaus und den gleichzeitig spezifischen Anforderungen an den Erhalt historischer Bausubstanz – vorwiegend Fachwerkgebäude 1750 – 1850 – sind im Laufe der letzten Jahrzehnte von vielen betroffenen Eigentümern keine angemessenen Bauunterhaltungsmaßnahmen durchgeführt worden, sodass heute ein z. T. ruinöser Zustand der Gebäude festgestellt werden muss. Einige Gebäudeteile sind bereits untergegangen, ohne dass der Denkmalschutz dies verhindern konnte.

REVITALISIERUNGSSTRATEGIE

Nachdem die Stadt Iserlohn bereits im Jahr 2013 wegen Eigentumsaufgabe gezwungen war, im Zuge der Gefahrenabwehr ein Wohngebäude im Südengraben zu übernehmen und abzureißen, ist die IGW in der Folge im Jahr 2014 mit der Erarbeitung und Umsetzung einer Revitalisierungsstrategie beauftragt worden. Die IGW – die bis zu diesem Zeitpunkt nur in benachbarter Lage (ca. 200 m-Entfernung) eigene Objekte besaß – hat deshalb zur Realisierung eines flächenhaften Revitalisierungsansatzes im Jahr 2014 11 Bestandsimmobilien (z. T. bereits eingestürzte Bausubstanz), die dazu gehörenden Freiflächen und drei weitere Brachflächen im Baublock erworben, um sie sukzessive einer Neuentwicklung zuzuführen.

Grundausrichtung der Revitalisierung ist dabei, möglichst viel der historischen Bausubstanz zu erhalten und sie einer angemessenen Nachfolgenutzung – vorzugsweise Wohnnutzungen – zuzuführen. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Entwicklung einiger Immobilien, die von besonderer städtebaulicher, historischer und stadtgesellschaftlicher Bedeutung sind und unter Denkmalschutz stehen. Neben der Sanierung erhaltenswerter Immobilien werden in späteren Jahren des Revitalisierungsprozesses Ergänzungsbauten die bauliche Entwicklung des Quartiers abrunden. Durch den Abriss abgängiger (Neben-)Gebäude wird neuer Raum für ruhige, innenliegende Grünbereiche für die Mieterinnen und Mieter geschaffen.

 

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Julia Anneke Kunz

Dipl.-Ing. Julia Anneke Kunz

Prokuristin | Leitung Bereich Bestands- und Stadtentwicklung
E-Mail: kunz@igw-wohnen.de
Telefon: 02371 793-144


Rolf Jöstingmeier

Rolf Jöstingmeier

Teamleitung Vermietung
E-Mail: joestingmeier@igw-wohnen.de
Telefon: 02371 793-129


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